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23.09.2008

Gemeinsam nach vorne

Ringer-Bundesligisten schließen sich zusammen

HÖSBACH. Ein historisches Ereignis für den deutschen Ringersport: Im bayerischen Hösbach gründete sich die „Deutsche Ligavereinigung Ringen“ (DL RINGEN). Sie ist ab sofort die Interessenvertretung der Bundesligisten in der Individualsportart Ringen.
Zehn Vereine nahmen an der Gründungsversammlung teil. Einige Vereine hatten sich entschuldigt, bekundeten aber schriftlich ihr Interesse an einem Beitritt zur DL RINGEN. Daher gehen die Gründer gegenwärtig davon aus, dass sich bis Ende Oktober 18 der 24 Bundesligisten aus der 1. Liga und weitere Vereine aus der 2. Liga zusammenschließen.

In der Gründungsversammlung legten die Vereinsrepräsentanten die Zielsetzung der DL RINGEN fest: In erster Linie ist die DL RINGEN die Interessenvertretung der Ringervereine, die in der 1. und 2. Bundesliga vertreten sind. Gleichzeitig ist sie Solidargemeinschaft für die Mitgliedsvereine. Dadurch erhoffen sich die Bundesligisten ein größeres Mitspracherecht und mehr Mitgestaltungsmöglichkeiten beim Regelwerk und den Auflagen, die zu erfüllen sind. Die Bundesligisten betonen: „Wir treten nicht gegen den Deutschen Ringerbund an, sondern möchten gemeinsam mit dem DRB den Ringersport in Deutschland nach vorne bringen, die mediale Aufmerksamkeit wieder erhöhen und mit entsprechender Fachkompetenz aus den Reihen der Bundesligavereine für diese eine solide wirtschaftliche Basis herstellen. Gleichzeitig bringt die Ligavereinigung aber auch zum Ausdruck, dass - wenn der DRB an einer Zusammenarbeit nicht interessiert ist – „Wege gegangen werden müssen, die im Sinne des Ringersports in Deutschland notwendig sind“, so die Vereinsvertreter. Dafür stelle die DL RINGEN ihre Fachkompetenz unter anderem in den Bereichen Sportrecht sowie Marketing und Management zur Verfügung. Der  Schulterschluss soll alle Vereine der 1. und 2. Bundesliga aus dem gesamten Bundesgebiet zusammenführen, insbesondere auch die Kompetenz der Vereine aus den neuen Bundesländern  nutzen. Probleme auch außerhalb des sportlichen Geschehens sollen gemeinsam angepackt und gelöst werden können.
Als erste große Aufgabe wird die DL RINGEN ein Grundsatzpapier erarbeiten, das für alle Vereine das Beschäftigungsverhältnis der Sportler einheitlich regeln soll. Bis heute gibt es unterschiedliche Sichtweisen über den Status der „Individualsportler Ringen“ - Arbeitnehmer oder Selbständige?
Auch die gemeinschaftliche Vermarktung der Mitgliedsvereine der Ligavereinigung für den Ringkampfsport ist vorgesehen, um so das Ringen insgesamt attraktiv und interessant für Sponsoren zu machen.

Neben dem unten aufgeführten fünfköpfigen Führungsgremium der Ligavereinigung, das einstimmig gewählt wurde, unterstützen weitere Vertreter der Vereine das Projekt „DL Ringen“ mit ihrer Fachkompetenzen.

Gewählt wurden:

Gesamtkoordination:
Detlef Englich (KSV Witten)
Wolfgang Winter (KSV Aalen)
Fachausschuss Sportrecht:
Nina Englich (KSV Witten)
Peter Kröll (KSK Neuss)
Sportmarketing- und Management:
Dirk Osterhoff (ASV Mainz 88)

 

 


 

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