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88er wollen erneut in Play-offs
Neue Führung - Die abgelaufene Runde hat beim ASV Mainz 88 Lust auf mehr geweckt. Ohne klar formuliertes Ziel in die Bundesligasaison gestartet, scheiterten die Ringer erst im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft denkbar knapp.
Für die kommende Runde bekennen sich die 88er zu ihren Ambitionen. Das machte der neu gewählte Vorstand bei der Vorstellung seines Konzepts für die zweijährige Amtszeit deutlich.
"Wenn es geht, wollen wir wieder in die Play-offs kommen", sagte Tolga Sancaktaroglu, der neue Vorsitzende. "Das geht nur mit der Unterstützung der kompletten Mitgliedschaft." Baris Baglan, der als Sportlicher Leiter jetzt ebenfalls dem Vorstand angehört, liegt auf der gleichen Linie. "Die Play-offs waren eine tolle Erfahrung. Wir wissen, wie schwer es wird, diese Erfolge zu wiederholen", sagte der Cheftrainer. "Wir wollen aber wieder Play-off-Luft schnuppern. Wirtschaftlich ist es auch schön, wenn die Halle voll ist. Die Konkurrenz gibt Gas und geht offensiv vor. Die Liga wird von Jahr zu Jahr stärker. >>>mehr
„Erster Eindruck: Der Verein ist gesund“
ASV MAINZ 88 Neuer Vorsitzender Tolga Sancaktaroglu möchte „aggressiver“ Marketing betreiben - und wieder in die Play-offs
Weiter attraktiven Ringkampfsport bieten, den Bekanntheitsgrad des Vereins erhöhen und neue Mitglieder, Fans und Sponsoren gewinnen: Das sind die Ziele des neuen Vorstandes des Ringer-Bundesligisten ASV Mainz 88, der gestern Abend sein Konzept der Öffentlichkeit präsentierte.
„Wir haben viel Sachverstand von alten in den neuen Vorstand gerettet“, sagte der neue Klubchef Tolga Sancaktaroglu im Weisenauer Athletik-Zentrum. „Die meisten bleiben uns Gott sei Dank erhalten.“ Der 38 Jahre alte gebürtige Mainzer und zweifacher Familienvater aus der Altstadt - einst Basketballer beim SC Lerchenberg und Kicker bei der FVgg. Mombach 03 - hat beim Traditionsverein die Nachfolge von Professor Eckhart Pick angetreten. „Ich glaube, dass die Voraussetzungen auch personell so geschaffen sind, dass es nur noch weiter aufwärts gehen kann“, urteilte Pick. Seinen Part sehe er darin, den 88ern auch künftig „da weiterzuhelfen, wo ich gebraucht werde“. >>>mehr
Tolga Sancaktaroglu macht's
Der Quereinsteiger ist neuer Vorsitzender des Ringen-Bundesligisten.
Die Überraschung ist dem ASV Mainz 88 gelungen. Tolga Sancaktaroglu ist der neue Chef des Ringen-Bundesligisten. Bei der Jahreshauptversammlung der 88er am Freitag wurde der 38-jährige Orthopäde und Unfallchirurg als Nachfolger von Professor Eckhart Pick zum 1. Vorsitzenden des ASV gewählt. Pick hatte das Amt zwei Jahre lang innegehabt und den Verein wieder zu einer anerkannten Größe in Mainz und in der deutschen Ringerszene gemacht.
Basketballer und Fußballer
Der ehemalige parlamentarische Staatssekretär steht kurz vor der Vollendung seines 72. Lebensjahrs und hatte nicht mehr kandidiert. Sancaktaroglu ist ein Quereinsteiger. Er hat selbst nie gerungen, gehört damit auch keiner der Fraktionen der Alt-88er an, was für den Verein nur von Vorteil sein kann. In der Mainzer Sportszene ist der Mediziner aber kein Unbekannter. Der gebürtige Mainzer, dessen Familie Anfang der 1970er-Jahre aus der Türkei ausgewandert war, spielte bis vor etwa zwei >>>mehr
Das Team 2012/13 stellt sich vor
Pressekonferenz am Mittwoch 01.02.2012 um 18.30 Uhr.
Gaststätte Athletikzentrum ASV Mainz 88, Jakob- Anstatt- Straße 9b, 55130 Mainz.
„Ich habe mein Soll erfüllt“
Vorsitzender Eckhart Pick stellt sein Amt zur Verfügung, bleibt seinem Klub aber erhalten
Ringer-Bundesligist ASV Mainz 88 muss sich nach einem neuen Vorsitzenden umschauen. Wie Prof. Dr. Eckhart Pick gestern auf AZ-Anfrage erklärte, steht er dem DM-Halbfinalisten nach zwei Jahren als Vereinschef nicht mehr zur Verfügung. Wer die Nachfolge Picks antritt, ist unklar.
„Bei der Vorstandssitzung am Montagabend habe ich gesagt, dass ich glaube, dass ich nach zwei Jahren mein Soll als Vorsitzender erfüllt habe“, machte Pick deutlich. „Aber auch, dass ich dem Verein weiter an maßgeblicher Stelle zur Verfügung stehen werde - wenn er es will.“ Die 88er wären mit dem Klammersack gepudert, würden sie es nicht wollen. Pick wörtlich: „Ich will auch weiter Verantwortung tragen - aber nicht mehr als Vorsitzender.“ >>>mehr
Erfolgreichste Runde seit vier Jahrzehnten
Für ASV-Trainer Baris Baglan war die Saison einzigartig. Foto: Bellaire (Foto: Michael Bellaire MRZ)
Saisonfazit - Eine durchweg positive Bilanz zogen Professor Eckhard Pick und Baris Baglan, der 1. Vorsitzende und der Cheftrainer des ASV Mainz 88, nach dem knapp verpassten Finale um die deutsche Ringer-Mannschaftsmeisterschaft.
Wie erlebten Sie den Freitagabend, die volle Halle, die Atmosphäre, die Spannung?
Pick: Es war ein Wechselbad der Gefühle, Spannung pur mit allen Emotionen. Es war ein besonderes Erlebnis.
Baglan: Ich bin seit 1981 in diesem Verein. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir einmal eine so volle Halle mit einer solchen Atmosphäre hatten. Wir sind unheimlich froh über die Resonanz in der Stadt und der Region. Es war sehr emotional. Es wird für mich ein unvergesslicher Abend bleiben.
Ab wann glaubten Sie nicht mehr an das Erreichen des Finales?
Baglan: Als positiv denkender Mensch und in meiner Vorbildfunktion als Trainer habe ich bis zum Schluss gehofft und daran geglaubt. Wir haben uns erbittert gewehrt, aber am Ende die Kurve nicht ganz bekommen. >>>mehr
Stimmung macht Lust auf mehr
Gewohnt engagiert: ASV-Cheftrainer Baris Baglan (links) betätigt sich gegen Köllerbach als Einpeitscher, während Co-Trainer Hakan Cinar gebannt den Kampf verfolgt. Fotos: hbz/Jörg Henkel
Nach dem Halbfinal-Aus gegen Köllerbach geht der Blick des ASV Mainz 88 schon wieder nach vorn
Als die komplette Bundesliga-Staffel des ASV Mainz 88 nach dem knappen Aus im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft Hand anlegte und die Bestuhlung neben dem Mattenrand wegräumte, zog der Vorsitzende des Klubs, Professor Eckhart Pick, ein erstes Fazit. „Wir sind stolz auf diese Mannschaft“, sagte Pick nach dem 19:18 gegen den KSV Köllerbach. „Wir haben das Finale nicht heute, sondern im Hinkampf verpasst“, so der Vorsitzende weiter. Da hatten die Mainzer 17:19 verloren. Pick: „Aber wenn ich mir auch anschaue, wie viel Zeit und Engagement der Vorstand, unsere Helfer, die ganze Saison über investiert haben, dann hat sich der Aufwand gelohnt.“ 1600 Menschen waren am Freitagabend nach Mombach gekommen, um bestes Ringen zu sehen. Die Halle war ausverkauft. >>>mehr

