Die Saison 2026/2027 - Alles neu in der ersten Ringer-Bundesliga

Zur Saison 2026/2027 startet die erste Ringer-Bundesliga in eine neue Ära. Der Deutsche Ringer-Bund hat den Wettbewerb grundlegend verändert und für Fans bedeutet das vor allem eines:

Die Liga wird anders, spannender und in vielerlei Hinsicht völlig neu.

Der größte Unterschied zur vergangenen Saison: In der regulären Saison gibt es keinen Gegner mehr zweimal. Jeder Kampf ist ein Einzelduell, jedes Aufeinandertreffen zählt nur einmal. Das gab es so in der Bundesliga noch nie und erinnert eher an einen Champions-League-Modus als an eine klassische Hin- und Rückrunde.

Zwei Töpfe, viele neue Duelle

Für die Saison wurden alle 20 Bundesligisten in zwei Leistungstöpfe eingeteilt.

Topf A besteht aus den Erstligisten der Vorsaison sowie den beiden Zweitliga-Meistern.

Topf B umfasst alle übrigen gemeldeten Mannschaften.

Jeder Verein bekam für die reguläre Saison zwölf unterschiedliche Gegner zugelost:

Sechs aus dem eigenen Topf und sechs aus dem anderen. Diese Duelle werden nur einmal ausgetragen. Entweder zu Hause oder auswärts. Am Ende stehen für jedes Team garantiert zwölf Kämpfe, alle Ergebnisse fließen in eine gemeinsame Tabelle. Die Liga bleibt also eingleisig, auch wenn der Weg dorthin völlig neu ist.

Die Punkteregel fällt weg

Eine der größten Veränderungen betrifft die Mannschaftsaufstellung. Das bisherige Punktesystem für Ringer und Mannschaften wurde komplett abgeschafft. Künftig gibt es keine Rechenmodelle, keine Bonuspunkte und keine Obergrenzen mehr für Punktwerte.

Stattdessen gilt eine klare Regel: Pro Kampf dürfen maximal vier internationale Ringer eingesetzt werden. Die restlichen Kämpfe können mit deutschen Ringern besetzt werden – theoretisch sogar alle zehn.

Wichtig bleibt jedoch: Jeder Verein darf insgesamt höchstens acht internationale Lizenzen im Kader haben. Wer also in Zukunft ringt, entscheidet also nicht mehr das Punktesystem, sondern die Trainer. Für die Vereine bedeutet das: komplett neu denken. Für die Fans bedeutet es: mehr Klarheit. Wer auf der Matte steht, ist keine Rechenfrage mehr, sondern eine sportliche Entscheidung.

Playoffs bleiben das große Ziel

Nach der regulären Saison qualifizieren sich die Plätze 1 bis 11 für die Playoffs. Ab dem Achtelfinale geht es dann im K.o.-System weiter – mit Hin- und Rückkämpfen bis ins Finale. Der Meister trägt künftig den Titel „DRB Bundesliga Champion“.

Was heißt das konkret für den ASV Mainz 88?

Der ASV Mainz 88 nimmt die neue Situation an und will in die Playoffs. So, wie es der Verein auch in den vergangenen Jahren immer getan hat. Der Erste Vorsitzende Baris Baglan steht für diesen Weg: ruhig, realistisch und mit dem Blick darauf, das Beste aus den gegebenen Rahmenbedingungen zu machen.

Sportlich bleibt der Kurs klar. Cheftrainer David Bichinashvil will trotz des Wegfalls der Punkteregelung weiterhin auf den eigenen Nachwuchs setzen. Junge Ringer sollen nicht nur Teil des Kaders sein, sondern gezielt weiterentwickelt werden, unabhängig vom System. Dieser Ansatz bleibt ein fester Bestandteil der Mainzer Identität.

Dieses neue Modell ist ohne Frage ein Bruch mit vielem, was die Bundesliga über Jahre geprägt hat. Keine doppelten Duelle, kein Punktesystem, neue Gegner, neue Spannung. Die Liga wird unberechenbarer und genau das macht sie auch reizvoll.

Für Vereine, Ringer und Fans heißt das: sich neu orientieren, neu denken und die Bundesliga neu erleben. Die erste Ringer-Bundesliga beginnt 2026/2027 praktisch bei null. Nur der Kampf auf der Matte bleibt derselbe.

Mit dieser Veröffentlichung zeigen wir unseren Fans nicht nur, wie die neue Bundesliga funktioniert, sondern auch grafisch unseren Mainzer Kampfplan für die kommende Saison. Die genauen Termine folgen in Kürze.

Karani Kutlu

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