Showdown in Mainz – ASV Mainz 88 empfängt KSV Köllerbach

Am Samstag, 15. November 2025, steht die Mombacher Kampfarena wieder im Mittelpunkt des deutschen Ringsports. Wenn der ASV Mainz 88 auf den KSV Köllerbach trifft, dann geht es um mehr als nur zwei Punkte. Es geht um den Anschluss an die Playoff-Plätze und um eine ganze Saison, die an diesem Abend ihre Richtung finden könnte.

Seit Jahrzehnten gehören Mainz und Köllerbach zu den Konstanten der Bundesliga. Beide Vereine haben zahlreiche Topringer hervorgebracht, beide haben schon Meisterschaften errungen und standen zuletzt als Gegner 2012/2013 im Finale, beide verbindet eine lange Rivalität, die von Respekt und Leidenschaft geprägt ist.

Das 14:14 im Hinkampf hat gezeigt, wie eng die beiden Teams beieinanderliegen. Auch diesmal dürfte es wieder ein Duell auf Augenhöhe werden.

Nach dem Sieg gegen Weingarten hat sich Köllerbach mit sechs Punkten auf Platz fünf vorgeschoben. Mainz liegt mit fünf Punkten direkt dahinter auf Rang sieben. Da nur die ersten sechs Teams die Playoffs erreichen, ist die Ausgangslage klar: Der Sieger bleibt im Rennen, der Verlierer verliert den Anschluss.

„Wir wissen, worum es geht“, sagt Cheftrainer David Bichinashvili. „Aber genau solche Situationen machen den Reiz dieser Liga aus. Unsere Mannschaft hat in solchen Momenten schon oft gezeigt, was in ihr steckt.“

Neue Voraussetzungen durch den Stilartenwechsel

Mit Beginn der Rückrunde hat sich in mehreren Gewichtsklassen die Stilart geändert – ein taktischer Faktor, der beiden Teams neue Optionen eröffnet. Dadurch wird das Aufeinandertreffen noch unberechenbarer. Für den ASV bedeutet das, dass einige Ringer wieder in ihren angestammten Gewichtsklassen antreten können – etwa Mustafa Sahin, der Dritte der Europameisterschaften, der nun in seiner bevorzugten 71-kg-Klasse startet.

„Das macht uns flexibler und gibt den Jungs die Chance, ihre Stärken voll auszuspielen“, erklärt Bichinashvili.

Die Gäste aus dem Saarland reisen mit internationalem Format an: Der Armenier Hayk Melikyan (71/75 kg, griechisch-römisch), U23-Weltmeister Hayk Khloyan (98 kg), Europameister Vasyl Mykhailov (98 kg) und Schwergewicht Oleksandr Khotsianivskyi, zweifacher Olympiateilnehmer, bilden das Rückgrat eines hochkarätig besetzten Teams.

Doch auch Mainz hat in dieser Saison eindrucksvoll gezeigt, dass man sich vor keinem Gegner verstecken muss. Auch sie verfügen über erfolgreiche internationale Sportler und eine starke deutsche Achse, die sowohl in Erfahrung als auch in Mentalität stark ist.

„Unsere Jungs sind bereit – sie haben in dieser Saison bewiesen, dass sie mit den besten Teams mithalten können“, betont der Trainer.

Während Köllerbach auf die Klasse seiner Einzelringer setzt, baut Mainz auf den Teamgeist und auf die Atmosphäre in der Mombacher Kampfarena. „Unsere Halle kann Kämpfe entscheiden“, sagt der 1. Vorsitzende Baris Baglan. „Wenn die Rote Wand hinter uns steht, spürt man das auf der Matte. Diese Energie brauchen wir – gerade jetzt.“

Die Rivalität zwischen beiden Vereinen sorgt ohnehin für elektrisierende Stimmung. Mainz und Köllerbach – das ist kein offizielles Derby, aber es fühlt sich jedes Jahr so an. Wenn die Halle voll ist, wenn Rot die Tribünen dominiert, dann weiß jeder, wie besonders dieser Abend ist.

Der Kampf gegen den KSV Köllerbach ist mehr als nur eine weitere Station im Ligakalender – er ist ein kleiner Endkampf um die Playoffs. Ein Sieg hält Mainz im Rennen, eine Niederlage würde den Rückstand wohl uneinholbar machen. Umso wichtiger, dass die Mainzer Fans die Arena füllen und für die unverwechselbare Atmosphäre sorgen, die den ASV schon so oft getragen hat.

Bereits um 17:30 Uhr empfängt die zweite Mannschaft des ASV Mainz 88 die WKG PfalzStark – die perfekte Einstimmung auf einen Ringsport-Abend, der alles verspricht.

Von Karani Kutlu

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