„Ich habe mein Soll erfüllt“
Vorsitzender Eckhart Pick stellt sein Amt zur Verfügung, bleibt seinem Klub aber erhalten
Ringer-Bundesligist ASV Mainz 88 muss sich nach einem neuen Vorsitzenden umschauen. Wie Prof. Dr. Eckhart Pick gestern auf AZ-Anfrage erklärte, steht er dem DM-Halbfinalisten nach zwei Jahren als Vereinschef nicht mehr zur Verfügung. Wer die Nachfolge Picks antritt, ist unklar.
„Bei der Vorstandssitzung am Montagabend habe ich gesagt, dass ich glaube, dass ich nach zwei Jahren mein Soll als Vorsitzender erfüllt habe“, machte Pick deutlich. „Aber auch, dass ich dem Verein weiter an maßgeblicher Stelle zur Verfügung stehen werde - wenn er es will.“ Die 88er wären mit dem Klammersack gepudert, würden sie es nicht wollen. Pick wörtlich: „Ich will auch weiter Verantwortung tragen - aber nicht mehr als Vorsitzender.“ >>>mehr
Jahreshauptversammlung
Liebe Mitglieder,
Sie sind herzlich zu unserer diesjährigen Jahreshauptversammlung am Freitag den 27.01.2012 um 19.00 Uhr eingeladen. Sie findet im Athletikzentrum ASV Mainz 88, Jakob- Anstatt- Str. 9b, 55130 Mainz statt.
Erfolgreichste Runde seit vier Jahrzehnten
Für ASV-Trainer Baris Baglan war die Saison einzigartig. Foto: Bellaire (Foto: Michael Bellaire MRZ)
Saisonfazit - Eine durchweg positive Bilanz zogen Professor Eckhard Pick und Baris Baglan, der 1. Vorsitzende und der Cheftrainer des ASV Mainz 88, nach dem knapp verpassten Finale um die deutsche Ringer-Mannschaftsmeisterschaft.
Wie erlebten Sie den Freitagabend, die volle Halle, die Atmosphäre, die Spannung?
Pick: Es war ein Wechselbad der Gefühle, Spannung pur mit allen Emotionen. Es war ein besonderes Erlebnis.
Baglan: Ich bin seit 1981 in diesem Verein. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir einmal eine so volle Halle mit einer solchen Atmosphäre hatten. Wir sind unheimlich froh über die Resonanz in der Stadt und der Region. Es war sehr emotional. Es wird für mich ein unvergesslicher Abend bleiben.
Ab wann glaubten Sie nicht mehr an das Erreichen des Finales?
Baglan: Als positiv denkender Mensch und in meiner Vorbildfunktion als Trainer habe ich bis zum Schluss gehofft und daran geglaubt. Wir haben uns erbittert gewehrt, aber am Ende die Kurve nicht ganz bekommen. >>>mehr
Stimmung macht Lust auf mehr
Gewohnt engagiert: ASV-Cheftrainer Baris Baglan (links) betätigt sich gegen Köllerbach als Einpeitscher, während Co-Trainer Hakan Cinar gebannt den Kampf verfolgt. Fotos: hbz/Jörg Henkel
Nach dem Halbfinal-Aus gegen Köllerbach geht der Blick des ASV Mainz 88 schon wieder nach vorn
Als die komplette Bundesliga-Staffel des ASV Mainz 88 nach dem knappen Aus im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft Hand anlegte und die Bestuhlung neben dem Mattenrand wegräumte, zog der Vorsitzende des Klubs, Professor Eckhart Pick, ein erstes Fazit. „Wir sind stolz auf diese Mannschaft“, sagte Pick nach dem 19:18 gegen den KSV Köllerbach. „Wir haben das Finale nicht heute, sondern im Hinkampf verpasst“, so der Vorsitzende weiter. Da hatten die Mainzer 17:19 verloren. Pick: „Aber wenn ich mir auch anschaue, wie viel Zeit und Engagement der Vorstand, unsere Helfer, die ganze Saison über investiert haben, dann hat sich der Aufwand gelohnt.“ 1600 Menschen waren am Freitagabend nach Mombach gekommen, um bestes Ringen zu sehen. Die Halle war ausverkauft. >>>mehr
Mainzer Ringer verpassen Finaleinzug denkbar knapp
Als alle Bemühungen von Pascal Eisele, den am Boden liegenden Konstantin Schneider in der dritten Runde durchzudrehen, gescheitert waren, stürmten Trainer und Betreuer des KSV Köllerbach die Matte. Der Anhang der Saarländer feierte lautstark. Schon vor dem letzten Kampf stand fest: Die Ringer des ASV Mainz 88 hatten das Finale um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft verpasst.
Am Ende gewannen die 88er den Halbfinal-Rückkampf mit 19:18. Doch das war zu wenig, um die 17:19-Niederlage aus der Begegnung in Köllerbach wettzumachen. Mit leeren, zum Teil etwas feuchten Augen saß ein Teil der Mainzer Ringer nach dem Ende der Begegnung auf der Matte und musste mit anhören und -schauen, wie die Trommler und Bläser der Gäste in ihrer Ecke den Gesamtsieg mit Pauken und Trompeten feierten. >>>mehr
Großer Kampf, tolle Kulisse aber...
aber am Ende fehlt den 88ern ein Pünktchen
Ringer des ASV Mainz 88 verpassen gegen KSV Köllerbach Finaleinzug nur knapp
Mit einem starken Kampf vor 1.600 Zuschauern in der ausverkauften Mombacher Sporthalle verabschiedete sich Ringer-Bundesligist ASV Mainz 88 am Freitagabend im Halbfinale der Deutschen Meisterschaft aus dem Titelrennen. Nach einem 17:19 am zweiten Weihnachtsfeiertag beim KSV Köllerbach reichte dem Team von Baris Baglan im Rückkampf ein 19:18 nicht für den Einzug in die Endkämpfe gegen den SV Weingarten.
„Trotz der Enttäuschung, die jetzt an uns nagt, weil wir die Finals verpasst haben, muss man einen Schlussstrich unter eine ganze Saison ziehen. Und die war für den ASV eine historische“, sagte Baris Baglan. Nach sieben Kämpfen führten die Mainzer erstmals mit dem für den Finaleinzug nötigen Vorsprung von drei Zählern, weil George Bucur einen 3:1-Erfolg gegen Martin Daum im Leichtgewicht des freien Stils feierte. Aber mehr als schnuppern konnte der zweifache Meister der Siebziger Jahre nicht am großen Triumph. >>>mehr
Nur ein kleiner Schritt bis zum großen Finale
Tahir Zaidov eröffnet den Halbfinal-Rückkampf gegen den KSV-Köllerbach. Der 88-Athlet könnte die Halle mit einem Sieg sofort auf Betriebstemperatur bringen und das Selbstbewusstsein des ASV anschieben. Foto: Harry Braun
Die Ringer des ASV Mainz 88 erwarten am Freitagabend (20.30 Uhr) in der Mombacher Halle den KSV Köllerbach zum spannenden Halbfinal-Rückkampf. Die Mannschaft von Trainer Baris Baglan muss einen 2-Punkte-Rückstand aus dem Hinkampf aufholen.
Nur noch ein kleiner Schritt fehlt, dann stehen die Ringer des ASV Mainz 88 zum ersten Mal seit 1977 wieder im Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft.
Zwar stehen die Vorzeichen umgekehrt wie im Viertelfinale. Da fuhren die 88er mit einem Drei-Punkte-Polster zum KSV Aalen, jetzt hat der KSV Köllerbach einen Zwei-Punkte-Vorsprung vor dem Rückkampf am Freitag um 20.30 Uhr. Doch die Zuversicht bei den Mainzern ist groß, diesen Rückstand in ihrer stimmungsvollen Arena, die in der Mombacher Sporthalle "Am großen Sand" aufgebaut ist, wettzumachen und die Saarländer aus dem Wettbewerb zu werfen. >>>mehr
High Noon am Großen Sand
Kiril Terziev (oben) hatte seinen Gegner Alexander Geid im Hinkampf klar im Griff. Das sollte auch im Rückkampf so sein. Foto: Ruppenthal
ASV Mainz 88 kann zum vierten Mal in seiner Geschichte das Finale erreichen / Enge Kiste nach 17:19 im Hinkampf gegen Köllerbach
Dreimal erreichte der ASV Mainz 88 in seiner Geschichte das Finale um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Ringen. 1973, 1975 und 1977. 1973 und 1977 holten die Mainzer anschließend die Krone gegen den KSV Witten und den VfK Schifferstadt. 1975 zogen sie in den Endkämpfen gegen den ASV Schorndorf den Kürzeren. Am Freitagabend stellt der KSV Köllerbach die letzte Hürde vor dem vierten Finaleinzug des ASV dar. Die 88-Staffel von Baris Baglan muss ab 20.30 Uhr einen 17:19-Rückstand nach dem Hinkampf wettmachen, um den Coup zu landen. Dieses Mal sollte die Mombacher Halle proppenvollen sein. „Das wird ein Fest“, sagt Baglan. „Wir fahren erhobenen Hauptes nach Mainz“, kündigt KSV-Coach Thomas Geid an. Hier die voraussichtlichen Paarungen und die Einschätzungen:
55 Kilo Griechisch-Römisch: Tahir Zaidov - Venelin Venkov. Dass der Deutsche Meister Zaidov in Mainzer Diensten vergangenen Freitag den Aalener Constantin Bulibasa bezwang, war bereits eine Überraschung. Es wäre noch eine größere, könnte der kleine Mann mit dem großen Herz nun auch den >>>mehr
Noch haben die 88er alle Möglichkeiten
Kenan Gör (oben) war eine der positiven Überraschungen auf Seiten des ASV Mainz 88 bei der 17:19-Niederlage beim KSV Köllerbach. Im Halbschwergewicht bezwang er Pavlo Oliynik in vier Runden. Doch es lief beileibe nicht alles nach Wunsch für die 88er. Foto: Rolf Ruppenthal (Foto: Rolf Ruppenthal)
Pascal Eisele wurde mit Applaus von den Anhängern des ASV Mainz 88 empfangen, wurde geherzt und gedrückt. Dabei hatte der 19-jährige gerade den abschließenden Kampf in der ersten Halbfinalbegegnung um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft beim KSV Köllerbach verloren. Eisele hatte gegen Konstantin Schneider keine Runde gewonnen, aber er hatte es geschafft, dass dieses Mattengefecht nur mit 1:0 für die Gastgeber gewertet wurde. Statt mit einer 17:21-Niederlage gehen die 88er so nur mit einem knappen 17:19 in den Rückkampf am Freitag, 19.30 Uhr, in der Mombacher Sporthalle "Am großen Sand." Das lässt noch alle Möglichkeiten offen.
Chance im Rückkampf nutzen
"Das war ein ganz wichtiges Ding am Schluss", lobte ASV-Cheftrainer Baris Baglan Eiseles Einsatz. "Dadurch, dass wir den Kampf hinten heraus so knapp gestalten konnten, ist die Chance da, die wir im Rückkampf nutzen wollen. In Mombach werden wir um jeden Meter auf der Matte fighten." >>>mehr
